Rollstuhlfechten in Kaufering

Fechten zählt zu den ältesten paralympischen Sportarten, da bereits bei den ersten paralympischen Spielen 1960 in Rom um Medaillen gefochten wurde. Beim Rollstuhlfechten sind die Rollstühle fest auf einem Gestell fixiert und werden während des Gefechts nicht bewegt, so dass die Fechter ausschließlich mit dem Oberkörper/Arm ausweichen oder angreifen können. Die Wettbewerbe werden mit dem Degen, dem Florett und dem Säbel ausgetragen. Beim paralympischen Rollstuhlfechten gibt es drei Kategorien, damit trotz unterschiedlicher Beweglichkeit bzw. Grad der Einschränkung die Chancengleichheit gewährleistet bleibt.

Der VfL Kaufering zählt zu den wenigen Vereinen in Bayern, die Rollstuhlfechten anbieten. Die hierzu nötige Ausrüstung wie das Gestell und spezielle Fechtrollis sind vorhanden, sodass ihr einfach vorbeikommen und mitmachen könnt. Selbstverständlich könnt ihr auch in euren eigenen Rollis trainieren.

Rollstuhlfechten kann man bei Einschränkungen der Beine und/oder dem Rücken (z.B. Knieversteifung, Amputation, Querschnitt, Paraplegie/Tetraplegie). Rollstuhlfechten ist für Einsteiger aller Altersgruppen geeignet. Bei uns trainieren Rollstuhlfechter und Fußgänger aller Waffen und Altersklassen gemeinsam, sodass jeder von den Erfahrungen der anderen profitieren kann.


Trainingszeiten:
Montag 19:00 – 20:00 Uhr
Mittwoch 18:30 – 20:30 Uhr

Trainingshalle:
Lechauhalle
Bayernstraße 17
86916 Kaufering

Schaut auch auf unsere Homepage für weitere Informationen. Oder kommt zu unseren Trainingszeiten vorbei (in dem Fall bitte uns vorher kurz Bescheid geben, z.B. per Mail oder Anruf).

Kontaktdaten:
Homepage: http://fechten.vflkaufering.dehttps://fechten.vflkaufering.de/index.php/rollstuhlfechten
E-Mail: info@fechten.vflkaufering.de
Telefon: +49 176 60 44 58 87
Facebook: www.facebook.com/FechtenKaufering
Instagram: vflkaufering_fechten

Sportcamp für Prothesenträger

Eine Sportveranstaltung der besonderen Art erlebten die Teilnehmer des Sportcamps für Menschen mit Beinprothesen vom 19.-20.09.2014 in Dießen am Ammersee. Die Firma Pohlig Orthopädie-Technik organisierte gemeinsam mit Michaela Bienert, selbst Betroffene und Vorsitzende der Selbsthilfegruppe „Prothesenbewegung“ aus Landsberg, dieses besondere Event nahe München.
Der Sportverein MTV Dießen stellte das Sportgelände und die notwendigen Räumlichkeiten zur Verfügung. Insgesamt 44 sportambitionierte Menschen mit unterschiedlichem Amputationsniveau – teilweise sogar beidseitig mit Beinprothesen versorgt – nutzten an diesem Wochenende die Gelegenheit, verschiedene Sportarten unter professioneller Anleitung auszuprobieren.
Das bunt gemischte Publikum im Alter zwischen 6 und 75 Jahren harmonierte prächtig und wurde schon am Freitag mit strahlendem Sonnenschein belohnt.Höhepunkt der Veranstaltung war das Laufen mit einer oder sogar zwei Sportprothesen.
Die Teilnehmer wurden durch die betreuenden Orthopädietechniker-Meister aus dem Hause Pohlig je nach Bedarf mit individuell angepassten Sport-Kniegelenken und Carbon-Lauffedern ausgestattet.

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Kitesurfen mit Oberschenkelprothese

von Kerstin Schulz
Brouwsersdam, 16. u. 17. Juni 2012

Ein Traum wurde wahr. Seit über 4 Jahren habe ich auf diesen Moment gewartet. Als dann am 13. Juni der Anruf kam war ich ganz aus dem Häuschen. Und dann am Strand, nach anfänglichem Muffensausen war alles (fast) wie früher. Aber zunächst mal zum Anfang.

Ich bin ja nun seit gut 2 Jahren amputiert und auch davor schon ein paar Jahre im Krankenhaus. Aber bevor meine Klinikodyssee begann, war ich begeisterte Kitesurferin. Da es sich bei mir um eine geplante Amputation handelte, war für mich von Beginn an klar: Ich komme wieder auf’s Wasser.

Natürlich gab es einige Hürden zu überwinden. Eine Prothese musste her, die auch den extremen Belastungen des Kitesports standhalten würde. Im Internet informierte ich mich gründlich und hatte schließlich Kontakt zur Firma O.T.W. in Minden (Ost-Westfalen). Hierhin schickte ich nach telefonischer Rücksprache mein Rezept. Nun musste nur noch die Krankenkasse zustimmen. Nach einigen zähen Verhandlungen war es dann soweit. Ich bekam eine Kostenübernahme, allerdings ohne Schaft. Aber was soll’s, so dachte ich mir, ich hatte ja noch einen zu Hause.

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